
Arbeiten im Handel
Theoretiker und Zauderer sind im Handel nicht gefragt. Vielmehr bietet die Branche Hochschulabsolventen ein wettbewerbsintensives Umfeld und vor allem im Detailhandel eine hohe Dynamik. Im Tagesgeschäft sind Schnelligkeit und Flexibilität nötig.
Bei den grossen Handelskonzernen werden von der Ladentheke bis in die Chefetage Mitarbeitende gesucht, die sich mit dem Unternehmen und seinen Kunden in hohem Mass identifizieren und neben fachlichen Kenntnissen gesunden Menschenverstand mitbringen. Im Gegenzug bietet der Handel Absolventen vielfältige Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Beschäftigungsfelder im Handel
Die Tätigkeitsfelder reichen von Einkauf und Vertrieb über Marketing und zentrale Dienstleistungsfunktionen bis hin zu Logistik und Finanzen. In vielen Handelsunternehmen bestimmen offene Türen, direkte Kommunikation und kurze Beschlusswege den Arbeitsalltag – für Einsteiger eine gute Voraussetzung, relativ früh im Management Verantwortung zu übernehmen und schneller als in manch anderer Branche aufzusteigen.
Arbeiten im Handel: Marktveränderungen flexibel begegnen
Wie bereits im Vorjahr machte den Schweizer Handelsunternehmen auch 2013 der Preisverfall zu schaffen. Vor allem der klassische Detailhandel steht unter Druck: durch den Eintritt ausländischer Anbieter, den Angriff der Discounter auf etablierte Handelsunternehmen und kleine Quartierläden sowie durch das Thema "Hochpreisinsel Schweiz".
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern kostet das tägliche Leben in der Schweiz deutlich mehr. Auch die künstliche Verbilligung des Schweizer Frankens änderte wenig am Einkaufstourismus ins benachbarte Ausland, was nach wie vor empfindliche Umsatzeinbussen bei den heimischen Handelsunternehmen verursacht.
Berufseinsteiger treffen vor diesem Hintergrund auf eine anspruchsvolle, spannende und von hohem Konkurrenzdruck geprägte Arbeitsatmosphäre: Die Unternehmen und ihre Beschäftigten müssen schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen reagieren sowie in der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Herstellern mit viel Verhandlungsgeschick optimale Konditionen erzielen. Zudem müssen sie immer wieder ihr Gespür für aktuelle Trends und Marktchancen neu unter Beweis stellen.
Weitere Autoren: Sonja Graubner und Mirjam Müller
Staufenbiel Institut